Forza Horizon 6: Mehr Details zum Schauplatz, zur Kultur und zu den Autos in Playground Games Japan

Zusammenfassung

  • Bei der Developer_Direct konnten wir einen ausführlichen Blick auf Forza Horizon 6 werfen, das in den atemberaubenden Landschaften Japans zum Leben erweckt wurde.
  • Wir sprachen mit Design Director Torben Ellert über die Gestaltung der Landschaft, die kulturellen Inspirationen und die vielen neuen Ergänzungen, die das Spiel bereichern werden.
  • Erhältlich für Xbox Series X|S, Xbox auf PC, Xbox Cloud, Steam und direkt zum Release im Game Pass Ultimate. Forza Horizon 6 wird ein Xbox Play Anywhere-Titel sein. Erscheint später im Jahr 2026 für PlayStation 5.

Forza Horizon 6 erscheint noch in diesem Jahr! In der heutigen Developer Direct haben wir Playground Games besucht und einen genaueren Einblick in die Entstehung des Spiels bekommen.

Natürlich wollten wir noch mehr wissen, also haben wir uns mit Design Director Torben Ellert zusammengesetzt. Wir haben über Japans Schönheit, die neuen Highlights der Hauptversion und die Freiheit gesprochen, die Forza Horizon 6 Dir beim Erkunden schenkt.

Der Start

In Forza Horizon 6 startest Du nicht als Profi-Rennfahrer*in, sondern als Tourist*in mit dem Traum, eines Tages am Horizon Festival in Japan teilzunehmen. Damit schlägt das Spiel einen neuen Weg ein: In Horizon 4 hast Du in Großbritannien Schritt für Schritt Karriere gemacht, in Horizon 5 in Mexiko bist Du bereits auf dem Höhepunkt Deiner Laufbahn gestartet – aufgebaut im Epilog des vorherigen Spiels.
Horizon 6 fühlt sich dagegen wie ein echter Neuanfang an und richtet sich nicht nur an Autoliebhaber*innen, sondern an alle, die ein großes Ziel vor Augen haben.

„Am Ende geht es darum, dass viele von uns die Idee lieben, an einen unbekannten Ort zu reisen – an einen Ort, den man unbedingt entdecken möchte“, sagt Ellert. „Du hast die Motivation, mit dem Horizon Festival nach Japan zu kommen, bist aber zunächst nur Fan – mit dem Traum, eines Tages selbst Teil davon zu sein. Das war für uns eine großartige Grundlage, um diese offene Erfahrung zu gestalten und der Frage nachzugehen: ‚Was bist Du bereit aufzugeben, um ans andere Ende der Welt zu reisen und Deinen Traum zu verwirklichen?‘

In diesem Spiel hat es sich richtig angefühlt, Dich direkt in diese Welt zu setzen – als wärst Du gerade aus dem Flugzeug gestiegen. Du hast Freund*innen an Deiner Seite, die Deinen Traum teilen und die Gegend kennen. Es ist eine fiktive Version Deiner selbst und der Nervenkitzel, an einem Ort voller Möglichkeiten anzukommen.“

Das Land

Forza Horizon 6 führt Dich an einen neuen Schauplatz der Serie: in die beeindruckenden Berge und urbanen Regionen Japans. Es ist der bislang aufwendigste und eindrucksvollste Ort, den das Team geschaffen hat – mit spektakulären Bergpanoramen und Pässen, neonleuchtenden Stadtplätzen und rauen Hafenvierteln, alles meisterhaft inszeniert. Dabei ging es dem Team nicht darum, Japans Straßen und Orte exakt nachzubilden. Stattdessen wollten sie die Essenz des Landes in einer verdichteten, flüssigeren Version der Realität einfangen.

„Oft versteht man einen authentischen Raum als möglichst genaue Kopie eines realen Ortes“, erklärt Ellert. „Uns geht es aber weniger um diese Genauigkeit als um das Gefühl, das dieser Ort vermittelt. Wenn Du an Autofahren in Tokio denkst – wie fühlt sich das an? Was macht diesen Ort aus? Du siehst die Stadt aus der Ferne von den Autobahnen aus, fährst durch die Vororte und findest Dich plötzlich mitten im Zentrum wieder, umgeben von Wolkenkratzern.“

Es geht darum, Straßen und Referenzen genau zu beobachten und sich zu fragen, was Du an einem Ort siehst und wie es sich anfühlt, um eine Ecke zu biegen. Nicht jede Kurve wird eins zu eins nachgebaut. Vielmehr wird das Gefühl nachgebildet, einen neuen Ort zu entdecken, sobald Du dort ankommst.

„Gefiltert durch die Linse eines Horizon-Spiels – mit einer riesigen offenen Welt und völliger Freiheit – mussten wir die richtige Balance finden“, erklärt Ellert. „Zwischen dem Gefühl, wirklich dort zu sein, und dem typischen Horizon-Spaß, bei dem Du in ein Hypercar steigst, es von einer Klippe jagst und dafür Punkte sammelst.“

Die weitläufige Karte von Forza Horizon 6 ist in unterschiedliche Bezirke unterteilt, die Du sofort erkennst, wenn Du Dich ihnen näherst. Am Rand Tokios erstrecken sich die Vororte: schmale, wellige Straßen, darüber gespannte Telefonleitungen und kleine Häusergruppen, die miteinander verbunden sind.

Tokio hat auch ein Hafenviertel, einen Industriebereich mit riesigen Kränen und kolossalen Frachtschiffen, und es gibt eine Dichotomie zwischen der bedrohlichen, brutalistischen Architektur und den winzigen Stadtautos, die darin herumflitzen.

Es gibt auch die ikonische Innenstadt, in der Du die Shibuya-Kreuzung, die Ginko Avenue und den Tokyo Tower entdecken kannst – atemberaubende Sehenswürdigkeiten, verbunden durch dichte Straßen, clevere Abkürzungen und versteckte Wege. Alles ist so gestaltet, dass es das typische schnelle Horizon-Gameplay unterstützt.

„Mit Tokio haben wir durch die Kombination aus enormer Vertikalität, Glasfassaden, Leuchtreklamen und Werbung für alles Mögliche einen extrem dicht bebauten Raum geschaffen, der sich komplett von allem unterscheidet, was wir bisher gemacht haben“, ergänzt Ellert. „Es ist der visuell radikalste Ort, den wir je für ein Horizon-Spiel gebaut haben.“

Die Kultur

Du wirst nicht allein in Japan landen – zwei enge Freund*innen begleiten Dich auf diesem Abenteuer. Jordy ist ein leidenschaftlicher Motorsportfan, während Mei als erfahrene japanische Autobauerin Deiner Reise eine besondere Insiderperspektive verleiht. Diese Sichtweise spiegelt sich auch in der realen Welt wider, durch Kyoko Yamashita, die Kulturberaterin von Playground Games.

„Als unser Team nach Japan reiste, wurde uns klar, wie wertvoll es ist, jemanden vor Ort zu haben, der sich auskennt und bei Dingen helfen kann, die selbst gut informierte Tourist*innen vielleicht nicht wissen“, erklärt Ellert. „Etwas aus der eigenen Perspektive zu verstehen ist das eine, aber diese Insiderperspektive ist entscheidend, wenn man einen Raum authentisch nachbilden möchte.“

Das Journal

Das Team wusste, dass das aus früheren Horizon-Spielen bekannte Wristband-Fortschrittssystem beibehalten werden sollte, bei dem Du im Horizon Festival aufsteigst, um bessere Autos und anspruchsvollere Rennen freizuschalten. Dieses Mal wollte Playground Games mit der neuen Kulisse eine zusätzliche Möglichkeit zum Fortschritt einführen – eine, die Entdecker*innen ein echtes Ziel gibt und sich eng mit der japanischen Kultur verbunden anfühlt. Das Ergebnis: das Sammeljournal – inspiriert von Japans reicher Tradition des Briefmarkensammelns. Es ermöglicht Dir, eine digitale Sammlung von Erinnerungsstücken anzulegen, die Du bei Deinen Erkundungen in ganz Japan entdeckst.

„Wir wollten diese archetypisch japanische Erfahrung auf strukturierte Weise umsetzen“, erklärt Ellert. „Wenn Du interessante Orte findest, werden sie in Dein Journal aufgenommen. So steigst Du im Horizon Festival auf und machst gleichzeitig Fortschritte auf Deiner gesamten Reise durch Japan.“

Das Journal gibt der Erkundung in Forza Horizon 6 einen ganz neuen Mehrwert. Es greift die von Ellert erwähnte Freiheit der Spieler*innen auf und zeigt, dass diese Spiele für Abenteurer*innen gemacht sind – nicht nur für Motorsportfans. Außerdem ist es ein sehr persönlich anpassbares Erlebnis: Du kannst Fotos von Wandmalereien, Sehenswürdigkeiten und anderen besonderen Orten machen und sie in Deinem Journal speichern, um Deinem Abenteuer eine eigene Note zu verleihen.

„Es ist eine visuelle Darstellung Deiner Reise“, fügt Ellert hinzu. „Eine Sammlung Deiner ganz persönlichen Erlebnisse in Japan.“

Das Land

Wie in früheren Horizon-Spielen gibt es auch in Forza Horizon 6 acht Spielerhäuser, die Du in ganz Japan freischalten kannst. Sie dienen als Schnellreisepunkte und Anpassungsbereiche und verfügen alle über Garagen, die Du nach Lust und Laune dekorieren und mit mehreren Fahrzeugen ausstatten kannst. Eine besondere Neuerung in Horizon 6 ist „The Estate“ – ein deutlich größeres Grundstück, das Du kaufen und nach Belieben gestalten kannst. Auch dieser Ort ist stark von der japanischen Kultur inspiriert und steht Dir zur freien Gestaltung offen.

The Estate basiert auf einer japanischen Idee namens Akiya“ – im Grunde verlassene Grundstücke auf dem Land. Diese Häuser werden oft innerhalb von Familien weitergegeben, und da der Abriss meist teurer ist als der Erhalt, stehen viele Gebäude einfach leer und verfallen.

„The Estate ist davon inspiriert. Es ist ein altes Grundstück, das Meis Familie gehörte. Als ihr gemeinsam nach Japan gereist seid, hat sie Dich gebeten, bei der Renovierung zu helfen“, erzählt Ellert. „Die Verantwortung für ein Akiya ist tief in der Gemeinschaft verankert. Du übernimmst die Aufgabe, einen Ort zu renovieren, der für die Menschen in der Umgebung nützlich und bedeutungsvoll ist.“

In der Praxis ist The Estate ein flaches Stück Land, auf dem Du alles bauen kannst, was Du willst – eine Berghütte, eine personalisierte Rennstrecke für Freund*innen. Die einzige Einschränkung: Die Gegenstände kosten Spielwährung. Wenn Du etwas baust, zahlst Du ein paar Credits, die Du in der Spielwelt verdienst – und bekommst sie zurück, wenn Du etwas wieder entfernst.

„So entsteht ein richtiges Gefühl der Verbundenheit, weil Du Dir die Credits durch Dein eigenes Handeln verdient hast“, erklärt Ellert. „Rennen gewinnen, Tofu ausliefern oder die Welt erkunden – es gibt viele Möglichkeiten, Credits zu sammeln.“ Das Ergebnis ist ein kleines Stück Japan, das Du nicht nur gestaltest, sondern auch wirklich verdient hast.

Car Meets

Mit dem Ziel, ein authentisches Rennerlebnis zu schaffen, das sowohl lockere Treffen als auch professionell organisierte Events widerspiegelt, führt Forza Horizon 6 die „Car Meets“ ein – eine Funktion, die tief in der japanischen Autokultur verwurzelt ist. Diese Treffen sind vom Daikoku Car Meet inspiriert, einem weltbekannten, meist spontanen Treffpunkt und heiligen Ort für Autoenthusiast*innen. Es gibt keine offiziellen Veranstaltungen, keine Teilnahmebedingungen – der Treffpunkt ist immer offen.

Im Spiel gibt es drei Orte, an denen permanente Car Meets stattfinden. Einer liegt direkt beim Horizon Festival, ein weiterer auf dem Parkplatz von Okuibuki in den Alpen, und der dritte natürlich in Daikoku selbst. Hier kannst Du vorbeischauen, andere Spieler*innen treffen, ihre Autos bewundern, individuelle Lackierungen und Designs herunterladen oder sogar Dein eigenes Auto nach einem Vorbild gestalten, das Dir gefällt.

Es ist ein nahtloser sozialer Raum, den Du alleine oder mit Freund*innen erkunden kannst – eine großartige Möglichkeit, das Gemeinschaftsgefühl in Horizon 6 richtig zu erleben.

Die Autos

Während Forza Horizon 6 Dir mehr Freiheit denn je gibt – wie Du vorankommst und wo Du Deine Zeit verbringst – bleibt das Team darauf fokussiert, bei der Fahrzeugauswahl absolute Spitzenleistungen zu liefern. Zum Start erwarten Dich rund 550 verschiedene Autos, darunter die neu vorgestellten Cover-Autos von Forza Horizon 6, der 2025 GR GT Prototype und der 2025 Toyota Land Cruiser.

Die Cover-Autos werden in der Key Art von Forza Horizon 6, die ebenfalls bei der Developer Direct vorgestellt wurde, eindrucksvoll zum Leben erweckt. Das Artwork ist inspiriert von Japans Kontrasten: urban und ländlich, modern und traditionell – Elemente, die laut Ellert durch Mischtechniken, Papierstrukturen und Farben zum Ausdruck kommen. Der visuelle Stil ist stark von den traditionellen japanischen Tuschemalereien, den Sumi-E, beeinflusst. Das Forza-Team arbeitete mit einem Meisterkünstler zusammen, um sicherzustellen, dass der Geist dieses Stils perfekt eingefangen wird. Außerdem kooperierte das Team mit Toyota, damit die Details sowohl des 2025 Land Cruiser als auch des neuen 2025 GR GT Prototype authentisch dargestellt werden – für ein Erlebnis, das sowohl im Spiel als auch in der Realität überzeugt.

„Der 2025 GR GT Prototype ist für uns etwas ganz Besonderes“, fügt Ellert hinzu, „weil er unser Hero-Cover-Auto ist – aber auch ein Fahrzeug, das Du gleich zu Beginn im Rahmen der sogenannten Initial Experience fahren darfst. In den ersten zehn Minuten des Spiels kannst Du das Auto ausprobieren. Du fährst in den Alpen durchs Gelände, trittst gegen den Shinkansen (Hochgeschwindigkeitszug) an und bekommst einen Vorgeschmack.

Dann nehmen wir Dir das alles wieder weg und sagen: ‚Jetzt beginnt das Festival – und Du bist noch nicht mittendrin.‘ Diese kurze Erfahrung mit dem 2025 GR GT Prototype ist inspirierend, fast wie ein Traum, und weckt in Dir den Wunsch, Dir dieses Auto selbst zu verdienen, weil es wirklich etwas ganz Besonderes ist.“

Zum Schluss spricht Torben noch darüber, welche Rolle Autos heute im Leben vieler Menschen spielen. Während berühmte Supersportwagen vielleicht nur einer Minderheit vorbehalten sind (oder etwas, das man authentisch in einem Forza Horizon-Spiel erleben kann), sind Autos in so vielen Leben ein alltäglicher Begleiter – und werden selten ohne Überlegung gekauft, selbst von denen, die sich nicht als Enthusiast*innen bezeichnen würden.

„Autos sind oft die teuersten Dinge, die viele von uns besitzen werden. Sie sind die technisch ausgereiftesten Dinge, die wir besitzen“, erklärt Ellert. „Sie fallen auf, sie sind laut, sie sind schön. Sie stehen für Mode, Ruhm, Prominenz, Freiheit – und für die Möglichkeit, überall hinzufahren, wo man möchte.“

„Und letztendlich sind genau das für mich die Horizon-Spiele. Sie handeln von Freiheit, Spaß, Schönheit und Gemeinschaft. Forza Horizon 6 gibt den Menschen die Möglichkeit, mit tollen Autos an atemberaubende Orte zu fahren – in einem unterhaltsamen, zugänglichen Spiel, das Du gemeinsam mit Freund*innen erleben kannst.“

Forza Horizon 6 erscheint am 19. Mai für Xbox Series X|S, Xbox auf PC, Xbox Cloud, Steam und mit Game Pass Ultimate – für PlayStation 5 wird es später im Jahr 2026 erhältlich sein. Forza Horizon 6 kann ab heute vorbestellt werden. Der Early Access für Premium Edition-Spieler beginnt am 15. Mai 2026.