Forza Horizon 6 Preview: Sammelobjekte, nahtlose Rennen und ein Open-World-Design sorgen für ein Abenteuer voller Erkundungen

Die Forza Horizon-Spiele wissen, wie man sich in Szene setzt, und Forza Horizon 6 bildet da keine Ausnahme.

Schon wenige Augenblicke nach Beginn meiner Hands-on-Preview startete die mittlerweile bekannte Intro-Sequenz. Im neuen Cover-Auto des Spiels, dem 2025 GR GT Prototype, raste ich durch die Hügel der wunderschönen japanischen Landschaft. Ich fuhr an bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei, ging die japanischen Alpen hinunter und driftete sogar frech an einem live startenden Raketenstart vorbei. Das ist das Forza-Erlebnis, das das Team Dir bieten möchte – schnittiges, superschnelles Fahren vor einer makellosen Kulisse. Und dann, wie in einer Art benzingetränkten Fiebertraum, ist der Prolog vorbei und du bist auf Dich allein gestellt, um diese Welt selbst zu entdecken.

In Forza Horizon 6 bist Du kein Rennsport-Superstar, der sich mit den Besten messen will – zumindest noch nicht. Du bist ein Fan und ein*e Festival-Besucher*in, die*der Japan spontan mit zwei guten Freund*innen bereist. Das Horizon Festival läuft bereits auf Hochtouren, aber Deine Einladung zum Invitational ist noch nicht einmal angekommen. Um dabei zu sein, musst Du Dich erst beweisen und Dich dafür qualifizieren.

Für Neueinsteiger*innen funktioniert diese Geschichte als Tutorial sehr gut. Du lernst dabei das Fahrverhalten der detailreich gestalteten Fahrzeuge kennen – ihre Besonderheiten, wie sie auf die Umgebung reagieren und welche Fahrzeuge sich für bestimmte Aktivitäten am besten eignen.

„Japan ist ein so aufregender, interessanter und faszinierender Schauplatz, den sich viele schon lange von der [Horizon]-Reihe gewünscht haben und den wir schon lange umsetzen wollten“, erzählt uns Design Director Torben Ellert in einer aktuellen Folge des Official Xbox Podcast. „Wie würde es sich anfühlen, wenn das Festival dort stattfinden würde? Es geht nicht darum, Japan zu dominieren, sondern Teil davon zu sein. Dadurch haben wir uns gefragt: ‚Wie geben wir den Spieler*innen die Erlaubnis, einfach in Japan zu sein?‘ Die Antwort: durch Tourismus.“

Ein frühes Rennen im Spiel ist eine rasante, unvorhersehbare Fahrt durch Tokios Stadtgebiet, bei der mein bescheidenes erstes Auto – ein 30 Jahre alter Toyota Cecilia GT-Four – (im wahrsten Sinne des Wortes) durch die dichten, neonbeleuchteten Hotspots der Ginko Avenue und der Shibuya Crossing glänzen konnte. Ein weiteres Rennen ist eine Geländestrecke voller unwegsamem Gelände und Wasser, und Dein Einstiegs-Geländewagen, ein GMC Jimmy aus den 70ern, ist der perfekte Begleiter für diese turbulenten Routen.

Was Forza Horizon 6 besonders macht, ist, wie nahtlos und einladend Japan dargestellt wird. Nach einem kurzen Einstieg gehört Dir die Spielwelt komplett. Die Kampagne führt Dich durch die wichtigsten Rennen und Fortschritte im Spiel, während Dich der integrierte KI-Guide Deines Autos unterstützt, wenn Du einmal nicht weiterkommst. Es gibt zwar einen „goldenen Pfad“, dem Du folgen kannst, aber Du bist nicht an ein festes Tempo gebunden. Im Grunde ist das Ziel einfach: Erkunde die Welt.

Und genau das scheint die eigentliche Innovation im Kern von Forza Horizon 6 zu sein.Mehr denn je fordert das Spiel Dich dazu auf, selbst herauszufinden, was Du als Nächstes tun möchtest, anstatt einfach nur von Symbol zu Symbol auf der Karte zu fahren. Diese Philosophie durchzieht das gesamte Spiel. Es gibt zwar immer ein weiteres Rennen in der Festival-„Kampagne“ zu absolvieren, aber gleichzeitig hast Du das Gefühl, dass Du etwas ganz Eigenes entdecken könntest, wenn Du einfach mal eine andere Richtung einschlägst.

Der deutlichste Hinweis auf diese Veränderung zeigt sich auf der Karte selbst. Zum ersten Mal gibt es in einem Horizon-Spiel einen „Nebel des Krieges“. Die Karte wird erst nach und nach sichtbar, während Du sie erkundest. Das gibt Dir sofort ein echtes Gefühl für Deine Reise durch das Spiel. Außerdem fühlt sich jedes neu entdeckte Symbol wie eine echte Entdeckung an – und nicht wie etwas, das Du einfach nur per GPS ansteuerst.

„Dieses neue System soll Dir auf wirklich übersichtliche Weise zeigen, wo Du gewesen bist und was Du gesehen hast“, erklärt Ellert. „Wir haben bei allen Inhalten von ‚Discover Japan‘ die Regel: Wenn Du sie findest, kannst Du sie spielen.“

„Letztendlich ist Freiheit für uns ein zentraler Design-Grundpfeiler. Wir haben wirklich versucht, Dich nicht zu etwas zu zwingen, sondern Dich eher dazu zu motivieren, es selbst zu tun.“ Während meiner Preview-Zeit gehörten zu diesen Entdeckungen „Time Attacks“, bei denen Du auf einer bestimmten Runde einer Strecke eine Bestzeit aufstellen kannst. Drag Races sind dagegen für den puren Drang da, einfach nur extrem schnell zu fahren – ohne sich um Dinge wie Lenken oder Kurven zu kümmern. Beide Aktivitäten nutzen außerdem den größeren Pool an Spieler*innen und Deine Freundesliste und funktionieren so wie eine Art asymmetrischer Multiplayer-Modus: Die Strecken sind voller Geisterfahrzeuge anderer Spieler*innen, und Ranglisten mit Bestzeiten motivieren Dich ständig, ihre Ergebnisse zu schlagen.

Noch bereichernder wird das Ganze durch die neue Funktion „Aftermarket Cars“. Während Du durch die Welt fährst, kannst Du zeitlich begrenzte Angebote entdecken, mit denen Du Autos günstiger als sonst kaufen kannst. Ich selbst bin dabei auf einen schwarzen Dodge SRT Demon gestoßen, der direkt neben einem Drag-Race-Spot stand. Zum Glück hatte ich genug Credits und konnte ihn sofort kaufen. Der alte, ramponierte Toyota, mit dem ich zum Drag Race gekommen war? Ab in die Garage damit. Der Dodge? Direkt in meinen Händen und bereit für die nächste Spritztour.

Laut Ellert basiert die Funktion „Aftermarket Cars“ auf dem Wunsch, Dir während der Erkundung passende und spannende Autos direkt zu präsentieren. Vor allem dann, wenn Du gerne frei in der Spielwelt unterwegs bist. Er erklärt: „Es ist ein subtiler Vorschlag wie: ‚Hey, probier dieses Auto aus, nimm es mit zu diesem Event‘. Ich hoffe, dass mehr Leute diese großartigen Fahrzeuge erleben, indem wir sie in der offenen Welt anbieten und günstiger verkaufen.“

Um diesen Entdeckungsdrang weiter zu fördern, gibt es in jedem Gebiet von Horizons Japan eine Reihe von Maskottchen, die über die Welt verteilt sind und beim Einsammeln kleine Belohnungen geben. Einige stehen gut sichtbar am Straßenrand und fallen beim Vorbeifahren sofort auf, andere sind versteckt und laden Dich dazu ein, neue, unentdeckte Wege zu erkunden.

Es ist ein Fortschritt für die Horizon-Reihe, dass es jetzt Aktivitäten gibt, die das Erkunden nicht nur lohnenswert, sondern auch spannend machen. Es gibt immer einen Grund, vom Kurs abzuweichen und eine Straße zu nehmen, die Du noch nie gefahren bist. Du kannst durch Vororte oder Wälder streifen oder einfach anhalten und den sonnendurchfluteten Horizont betrachten.

Es ist die Vernetzung all dieser Aktivitäten, die Forza Horizon 6 diesmal so fesselnd macht. Jedes Ziel, jede Nebenmission und jedes Sammelobjekt begegnet Dir direkt auf der Straße – sei es das Einsammeln eines Maskottchens, das Testen Deines Autos an einer Zeitfahr-Station oder das Herausfordern des Drivatars eines vorbeifahrenden Spielers zu einem kurzen Duell.

Diese Features gehen noch über das hinaus, was wir in der Preview gesehen haben. Das Journal ist eine weitere neue Ergänzung in Forza Horizon 6, die der Spielwelt eine zusätzliche Ebene der Faszination verleiht. Mit dem Journal kannst Du Fotos von bekannten Sehenswürdigkeiten und Hotspots sammeln und so Deinen ganz persönlichen Bericht über Deine Reise durch Japan erstellen.

Die Individualisierung zeigt sich auch in den Garagen-Anpassungsoptionen von Horizon 6. Einen ersten Eindruck davon haben wir bei Mei zu Hause bekommen, eurer ersten „Basis“ im Spiel. Jedes Haus, das Du später kaufst, hat eine eigene Garage, die Du frei gestalten kannst. Du kannst sie mit Möbeln, Lampen und anderen besonderen Gegenständen einrichten oder Deine Autos in den Mittelpunkt stellen. Es liegt ganz bei Dir und Deinem Stil.

Es geht, wie Ellert es ausdrückt, darum, „den Spieler*innen die Kontrolle über den Ort zu geben, an dem sie ihre Autos unterbringen“. Du kannst etwas Bodenständiges, Realistisches und Raues bauen, wie eine Garage, oder etwas völlig Verrücktes wie eine geheime Höhle oder einen Dinosaurier-Dschungel – oder was auch immer Dir sonst noch einfällt.

„Das passte zu dem, was wir bei den Spieler*innen beobachtet haben. Wir wissen, dass es Spaß macht und fesselnd ist, die Welt mitzugestalten und sich etwas aufzubauen, das einem gehört.“

Mit noch mehr Gründen, einfach ins Auto Deiner Wahl zu steigen und loszufahren – nicht nur, um Rennen zu gewinnen oder in den Festival-Ranglisten aufzusteigen – spricht Forza Horizon 6 weit mehr als nur Rennsport-Fans an. Das Spiel setzt stärker als je zuvor auf das Erkunden. Es lädt Dich ein, die Welt zu entdecken und die Karte freizuschalten. Du kannst einfach mit Deinen Lieblingsfahrzeugen losfahren, weil Du Lust darauf hast. Überall gibt es etwas zu sehen. Deine Autos sind dabei nicht nur Mittel zum Sieg, sondern werden zu Begleitern auf dieser Reise. Und in einer so beeindruckenden Umgebung wie dem mit Raytracing gerenderten Japan fällt es schwer, nein zu sagen.

Forza Horizon 6 erscheint am 19. Mai 2026 für Xbox Series X|S, Xbox auf PC und Xbox Cloud als Xbox Play Anywhere-Titel und ist ab Release im Xbox Game Pass verfügbar.

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