Zusammenfassung
- Forza Horizon 6 beeindruckt mit einer atemberaubenden Nachbildung Japans, ergänzt durch ein neues Tagebuch-System, mit dem Du jeden Abschnitt Deiner Reise dokumentieren und festhalten kannst.
- Design Director Torbern Ellert und Art Director Don Arceta haben uns mit zu einigen der ikonischsten Orte des Spiels genommen und erzählt, wie diese entwickelt und in die Welt von Horizon integriert wurden.
- Forza Horizon 6 wird als Xbox Play Anywhere-Titel für Xbox Series X|S, Xbox auf PC und Xbox Cloud verfügbar sein. Außerdem erscheint das Spiel direkt zum Release im XBOX Game Pass.
Es ist so weit: Am morgigen Dienstag erscheint Forza Horizon 6! Mach Dich gefasst auf eine Reise epischen Ausmaßes, die Dich mit ins weit entfernte Japan nimmt. Von schneebedeckten Berglandschaften bis hin zum Großstadttrubel Tokios und allem, was dazwischen liegt, bietet Forza Horizon 6 das bislang größte Abenteuer der gesamten Serie!
Die Welt wartet nur darauf, von Dir erkundet zu werden – und dank des neuen Tagebuch-Features von Forza Horizon 6 wirst Du sogar dafür belohnt, hinauszufahren und so viele Orte wie möglich zu entdecken. Der neue „Fog of War“-Effekt auf der Karte zeigt Dir, wo Du bereits gewesen bist und welche Orte Du noch besuchen musst. Und über die Foto-Funktion kannst Du die spannendsten Sehenswürdigkeiten, ikonische Wahrzeichen und atemberaubende Landschaften für Dein ganz persönliches Journal festhalten.
Auch wenn bei Forza Horizon 6 größte Sorgfalt darauf verwendet wurde, diese Orte naturgetreu nachzubilden, dürfen wir nicht vergessen, dass diese Welt keine exakte Nachbildung des realen Japans ist. Vielmehr handelt es sich um eine eigene Interpretation – unter Berücksichtigung der Frage, wie man historische Sehenswürdigkeiten so inszenieren kann, dass sie auch aus dem Auto erlebbar sind. Wer könnte das besser wissen als das Team, das für die Gestaltung der einzelnen Orte verantwortlich ist?
Anlässlich des morgigen Launchs von Forza Horizon 6 haben wir uns mit Design Director Torben Ellert und Art Director Don Arceta zusammengesetzt, um mehr über die einzigartige Gestaltung des Spiels zu erfahren. Wenn Du Dir nicht sicher bist, welche Gebiete Du als erstes besuchen sollst, dürfte Dir dieser Artikel bei der Entscheidungsfindung helfen. Los geht’s!
Nachi Falls

Der erste Schritt bei der Nachbildung – egal, ob es um ein Gebäude, eine bekannte Straße oder ein ganzes Dorf an der japanischen Küste geht – besteht immer darin, eine Umgebung zu schaffen, die sich real und glaubwürdig anfühlt. Das galt auch für die Nachi-Wasserfälle, die mit 133 Metern so hoch sind wie kein anderer japanischer Wasserfall. Die Wasserfälle stehen für sich, dienen aber gleichzeitig als Kulisse für den Kumano-Nachi-Taisha-Großschrein, der weit vor der Erfindung des ersten Autos entstanden ist. Laut Arceta bestand die größte Herausforderung darin, den Schrein für Autos zugänglich zu machen, ohne die natürliche Umgebung des Tempels zu stark zu verändern.
„Wir wollten unbedingt die Essenz einfangen, die man von echten Reiseführern kennt: Der rote Tempel mit den Wasserfällen im Hintergrund. Allerdings wird dieser Blick oft von einem Bereich aus aufgenommen, wo keine Straße ist“, erklärt Arceta. „Wir standen deshalb vor der Herausforderung, die Umgebung so zu gestalten, dass man sie auch vom Auto aus genießen kann. Die Spieler*innen können bis zum Tempel und sogar um ihn herum fahren. Sie können neben ihm parken und ein Erinnerungsfoto schießen, das den bekannten Motiven in nichts nachsteht.
„Wir haben uns natürlich auch einige Freiheiten genommen, damit die Sicht der Spieler*innen nicht beeinträchtigt wird, wenn sie die Umgebung um sich herum genießen.“
Der Besuch der einzelnen Orte ist schon ein Highlight für sich, doch tatsächlich sind viele dieser Sehenswürdigkeiten zusätzlich mit Spielelementen verbunden, die einen Abstecher noch lohnender machen. Folgst Du zum Beispiel dem Fluss vom Wasserfall, findest Du ein getuntes Auto, das es in sich hat.
Ellert verrät außerdem, dass sich hinter dem Wasserfall ein XP-Bonus-Board verstreckt, das man eben nur dann findet, wenn man sich traut, bis zum Fuße des Wasserfalls (und in diesem Fall sogar darüber hinaus) zu fahren. Vielleicht zählst Du ja auch zu den erfahrenen Spieler*innen, die ohnehin hinter dem Wasserfall nachschauen würden, weil sie schon ahnen, dass sich dort eine Überraschung verbirgt.
„Haben wir uns an die eisernen Gesetze des Spieldesigns gehalten? Ja, das haben wir“, lacht Ellert. „Da es sich auch um ein Traversal-Spiel handelt, unterstreichen wir dessen verspielten Charakter auf eine Weise, die einzigartig für Forza Horizon ist.“
Der Ruriko-ji-Tempel und die Burg Hirosaki

Japan ist reich an atemberaubenden, uralten Bauwerken, die streng geschützt und hoch angesehen sind – als Kultstätten oder ehemalige Residenzen japanischer Herrscher. Ruriko-ji ist ein buddhistischer Tempel, der sich durch seine hoch aufragende, fünfstöckige Pagode auszeichnet, die von üppigem Grün umgeben ist. Die Burg Hirosaki bietet einen ähnlich imposanten Anblick: ein schlichter, aber beeindruckender schwarz-weißer Bau, umgeben von Sakura (den für Japan so typischen Kirschbäumen).
Beide Sehenswürdigkeiten sind Nationaldenkmäler und deshalb hat das Team von Forza Horizon 6 den Schutz ihres Erbes auch nicht auf die leichte Schulter genommen. Ähnlich wie die Nachi-Wasserfälle sehen sie ihren realen Vorbildern extrem ähnlich, doch es mussten einige Anpassungen vorgenommen werden, um auch sie für Autos zugänglich zu machen.
„Mit Orten wie diesen versuchen wir immer so respektvoll wie möglich umzugehen“, erklärt Arceta. „In Hirosaki blühen rund um die Burg viele Kirschbäume, doch aus Respekt sind das die einzigen Bäume im ganzen Spiel, die man nicht zerstören kann – ein Punkt, den Kyoko Yamashita, unsere Kulturberaterin, besonders wichtig fand. Durch Kyokos Hilfe konnten wir besser verstehen, was wir da eigentlich erschaffen. Sie gab uns das nötige Selbstvertrauen, um respektvoll mit diesen Wahrzeichen umzugehen.“

Diese beiden Orte zählen zu den touristischen Hotspots, die zum „Discover Japan“-Pfad in Forza Horizon 6 beigetragen haben: Das Spiel enthält mehrere sogenannter „Day Trip“-Missionen, die an besonders beliebte Routen von Tourist*innen angelehnt sind. „Diese Missionen sind über die gesamte Karte verstreut und bieten den typischen Horizon-Twist“, erklärt Ellert. „Wir haben sehr sorgfältig darüber nachgedacht, welche Routen wir nutzen, was sie zeigen sollen und wie wir die Spieler*innen auf diesem Weg begleiten. Natürlich haben wir dabei ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass sich der Weg aus Gameplay-Perspektive auf jeden Fall lohnt.“
Die Fischerdörfer Ine und Shirakawa-go
Einzelne, ikonische Gebäude nachzubilden ist eine Sache, aber ganze japanische Siedlungen neu zu gestalten, bringt ganz eigene gestalterische Herausforderungen mit sich. Wie bereits erwähnt, konnte das Team von Forza Horizon 6 nicht einfach eine exakte Nachbildung eines Dorfes in das Spiel integrieren. Stattdessen galt es, die Atmosphäre des Ortes einzufangen. Wie kreiert man eine Authentizität, die den Spieler*innen das Gefühl gibt, tatsächlich vor Ort zu sein? Und wie integriert man das Ganze dann in ein Videospiel?
Die Fischerdörfer Ine und Shirakawa-go sind zwei Orte, an denen dieser Designansatz besonders gut zur Geltung kommt. Ine ist ein charmantes Fischerdorf, das aus kleinen, traditionellen Gebäuden besteht, die sich entlang der japanischen Nordküste schmiegen. Eines seiner markantesten Merkmale ist das einzigartige Funaya – eine Reihe von Bootshäusern, die die Bucht von Ine säumen.

„Wir wollten die Hauptstraße einfangen, die durch den Ort führt, mit all den Holzhäusern und den Koinobori-Fischen – zwei markante Motive, die die Essenz dieses Ortes widerspiegeln“, sagt Arceta. „Das führt dazu, dass man den Blick von der anderen Seite des Gewässers auf diese Bootshäuser genießen kann. Wir wollten sicherstellen, dass wir ein Straßennetz entwerfen, das das Fischerdorf auch aus dieser Perspektive erlebbar macht.“
In Ine steht auch ein Spielerhaus zum Verkauf, und ganz in der Nähe des Dorfes gibt es eine Story-Mission – auch hier werden also die Spieler*innen belohnt, die ihre Umgebung erkunden.
Shirakawa-go ist ein ähnlich malerisches Dorf, liegt jedoch tief in den Ryohaku-Bergen, versteckt im Grün des Waldes. Hier sieht man wunderschöne, strohgedeckte Bauernhäuser, die so konstruiert sind, dass sie den strengen Wintern in den Bergen standhalten – etwas, das das Team in Forza Horizon 6 gezielt hervorheben wollte. „Die Jahreszeiten dieses Ortes wollten wir unbedingt einfangen“, sagt Arceta. „In Shirakawa fällt extrem viel Schnee, und auf den Dächern türmen sich riesige Schneemassen, was die Einzigartigkeit dieses Ortes gut widerspiegelt.“

Die Jahreszeiten in Forza Horizon 6 wechseln wöchentlich – eine Woche Frühling, eine Woche Sommer und so weiter. So kannst Du Japan in ganz unterschiedlichen Verhältnissen erleben – und hast genug Zeit, bestimmte Gebiete noch einmal von einer ganz anderen Seite kennenzulernen. Das Gleiche gilt für die Rennveranstaltungen, die je nach Jahreszeit plötzlich ganz anders aussehen und völlig andere Herausforderungen bieten.
Das Team musste sich viele Gedanken um die Gestaltung von Ine und Shirakawa machen – wobei der Schwerpunkt darauf lag, ein realitätsnahes Gefühl zu vermitteln, das nicht unbedingt zu 100 Prozent naturgetreu sein musste.
„Wir haben Videos von Menschen, die durch das Dorf laufen, als Vorlage verwendet, sodass es sich beim Durchfahren authentisch anfühlt“, erklärt Arceta. „Manchmal mussten wir Elemente integrieren, die dort vielleicht gar nicht existieren, aber dies theoretisch tun könnten. So haben wir uns zum Beispiel gefragt, ob diese eine Tankstele an einem bestimmten Ort stehen könnte. Vielleicht nicht im Stadtzentrum, dafür aber am Rand. Manchmal haben wir bestehende Gebäude auch durch andere Bauwerke ersetzt und diese um Verzierungen ergänzt, die sich nahtlos in ihre Umgebung einfügen.“
Mount Haruna und Tateyama Kurobe

Es ist schwer, die schiere Größe und Wirkung einer Gegend zu erfassen, ohne sie mit eigenen Augen zu sehen. In Forza Horizon 6 rast Du auf schmalen, kurvenreichen Straßen, die höchste Präzision erfordern, die Klippen des japanischen Berges Haruna hinunter. Von oben bieten sie ein atemberaubendes Panorama – kilometerweit erstreckt sich die japanische Landschaft, die oft lange Strände, tiefe Wälder und schneebedeckte Gipfel zu bieten hat.
Tateyama Kurobe – Japans legendäre Hochgebirgsstraße, die sich durch hoch aufragende Schneewände schlängelt – vermittelt dagegen das Gefühl, winzig klein zu sein. Es ist fast so, als würdest Du durch ein gut gehütetes Geheimnis fahren.
Diese beiden Gebiete zeigen eindrucksvoll, wie das Team daran gearbeitet hat, die schiere Größe des Landes einzufangen. Manche Gegenden wirken unendlich, während andere gekonnt begrenzt werden. So legt das Spiel die Grundlage für epische Erkundungstouren, die sehr gut in das Spielerlebnis von Forza passen.
„Im Grunde geht es darum, diese spezifischen Momente zu verdichten und die Lücken dazwischen zu schließen“, erklärt Ellert. „Ein Element, das uns dabei hilft, ist der Übergang zwischen den Biomen. Die direkte Entfernung ist nicht riesig, doch durch den Wechsel zwischen den verschiedenen Gebieten, die man im Auto sehr gut wahrnimmt, wird das Gefühl von Weite subtil verstärkt.“

Zwar hat sich das Team bei einzelnen Sehenswürdigkeiten und Dörfern einige kreative Freiheiten genommen – doch die Topografie der natürlichen Landschaft basiert auf der realen Geografie. Deshalb wirkt der Berg Haruna so gewaltig. Denn das ist er buchstäblich.
„Alle Hügel, Berge und das Gelände basieren auf echten Satellitendaten, die wir in das Spiel integriert haben“ erklärt Arceta. „Das ist maßstabsgetreu. Der Fuji in unserem Spiel ist maßstabsgetreu. Er ist riesig, aber korrekt dargestellt. Das trägt sehr zur Authentizität bei.“
Ginkgo Avenue, Tokyo City… die gesamte Stadt!
Tokyo zählt zu den beeindruckendsten Metropolen der Welt. Von den idyllischen Vororten bis hin zu den pulsierenden, neonbeleuchteten Straßen im Stadtzentrum, hat diese Stadt wirklich alles zu bieten, was man sich wünscht. Für Arceta ist die Hauptstadt ohne Zweifel eines der Highlights.
„In die Entwicklung von Tokyo sind viel Arbeit und Liebe geflossen. Es ist der dreidimensionalste, vielseitigste und insgesamt authentischste urbane Bereich, den wir meiner Meinung nach je geschaffen haben.“
Hier wirkt die Dichte an Sehenswürdigkeiten nicht deplatziert. Shibuya Crossing und die Ginkgo Avenue zum Beispiel: Diese beiden Attraktionen liegen in der Realität ziemlich nah beieinander, sodass es nicht unrealistisch wirkt, sie hier kurz nacheinander zu sehen.
Was Tokio so besonders macht, ist, dass es aus vielen „kleinen Vibes“ besteht, wie Arceta es beschreibt. Akihabara ist ein pulsierendes Einkaufszentrum für Technik und Unterhaltung, das stets voller Leben ist und eine elektrisierende Atmosphäre versprüht, egal wann man dort vorbeikommt. Daikoku, nur ein kurzes Stück entfernt, wirkt im Vergleich dazu eher entspannt, ebenso wie die Ginkgo Avenue, eine goldfarbene Oase natürlicher Schönheit inmitten einer ansonsten stark belebten Umgebung, in der sich die Shibuya-Kreuzung befindet
Es ist diese Dichotomie aus hoch aufragenden Wolkenkratzern und überwältigenden Lichtshows, gepaart mit der Ruhe kleiner, grüner Parks und eher „unterirdischen“ Bereichen, die Tokio zu etwas ganz Besonderem machen. Und genau diese sorgt dafür, dass die Stadt in der beeindruckenden Welt von Forza Horizon 6 absolut lebensecht wirkt.

Bonus-Trip: Der Hokobu Time Circuit und das Urakawa Space Center
Wenn Du bis hierhin gekommen bist, gibt es zum Abschluss noch ein kleines Extra. Der Hokobu Circuit bietet eine Zeitfahrmission, bei der es einfach darum geht, so schnell wie möglich zu sein und Deine Freund*innen herauszufordern. Ellert hebt diese Herausforderung als eine seiner Lieblingsaktivitäten hervor – nicht nur aus spielerischer Sicht, sondern auch als Hommage an die japanische Autokultur.
„Es ist dieses wunderbare, gemeinschaftliche Erlebnis, bei dem Menschen mit ihren Autos auf diesen kleinen, heruntergekommenen Strecken in den Bergtälern fahren – das ist so typisch japanisch“, schwärmt Ellert. „Wir konnten Spielfunktionen integrieren, bei denen es darum geht, zusammen zu sein und die eigene Bestzeit zu unterbieten. Vielleicht gefällt mir Hokobu am besten, weil ich dort die meiste Zeit verbracht habe.“
Ein letzter Schauplatz, auf den Ellert besonders stolz ist, ist das Urakawa Space Center, zu dem man in der Einleitung von Forza Horizon 6 rast.
„Ich bin ein riesiger Weltraum-Nerd, und die zivile Raumfahrt hat etwas Reines und Inspirierendes an sich. Ich war begeistert, dass wir diesen Schauplatz unterbringen und so in die Kampagne integrieren konnten, wie wir es getan haben“, fügt Ellert hinzu. „Hier gibt es auch ein Drag-Meet und mehrere Rennstrecken, die sich hin und her schlängeln. Insgesamt war es einfach wunderbar, diesen unglaublich modernen Ausdruck von Hypertechnologie neben alten Gebäuden zu haben, um die schiere Bandbreite an Kontrasten in Japan zu verdeutlichen.“
„Ich sehe es auch als Veranschaulichung des menschlichen Wunsches, einfach … loszufahren.“
Dieses Gefühl wird von Forza Horizon 6 perfekt eingefangen. An den Orten, die wir hier kurz vorgestellt haben und von vielen weiteren Schauplätzen, die Du im Rahmen der Reise besuchen, dokumentieren und für Dein Journal festhalten kannst.
Und das Beste? Dein Roadtrip beginnt schon am morgigen 19. Mai! Forza Horizon 6 wird als Xbox Play Anywhere-Titel für XBOX Series X|S, XBOX auf PC und XBOX Cloud verfügbar sein. Außerdem erscheint das Spiel direkt zum Release im XBOX Game Pass.