Zusammenfassung
- Revelations ist die erste große Erweiterung für DOOM: The Dark Ages. Sie bietet bis zu zwölf Stunden Dämonenjagd, mitsamt einer Kampagne, Arenen und neuen Inhalte für das Ripatorium.
- Das Herzstück der Erweiterung ist der Kettenspeer, der anstelle des Schildes eingesetzt werden kann und mehrere neuer Angriffs- und Bewegungstechniken bietet.
- DOOM: The Dark Ages Revelations erscheint am 7. Juli für Xbox Series X|S und Xbox auf dem PC als Xbox Play Anywhere Titel.
Seit das Originalspiel von DOOM Gamer*innen auf der ganzen Welt in seinen Bann gezogen hat, dreht sich bei der Serie alles ums Tempo. Auf die rasanten Akrobatik-Einlagen von DOOM Eternal folgte mit DOOM: The Dark Ages ein Spiel, das das Tempo bewusst drosselte, dem Slayer ein Schild verlieh und einen Kampfstil einführte, der großen Wert auf das Parieren legte. Revelations, der erste große DLC für das Spiel, baut auf diesem Fundament auf, indem er die Dynamik in den Bewegungen intensiviert und einen vielseitigen neuen Kettenspeer mit sich bringt.
„Der DLC ist die Krönung von 35 Jahren DOOM“, sagte Game Director und Co-Direktor des id Software Studios, Hugo Martin, vor kurzem während einer virtuellen Videopräsentation. „Er erweitert die Kampfsequenzen in Dark Ages um Bewegungsmechaniken, die von agilen Sprints bis hin zum Wurf eines Enterhakens reichen. Darüber hinaus bringen wir den Slayer zum Fliegen. Die Spieler*innen werden sich wie ein Monster-Truck fühlen, dem ein Düsenantrieb auf den Rücken geschnallt wurde.“
Zu Beginn der Kampagne von Revelations wird der Schild des Slayers zerstört. Als Ersatz erhält er jedoch den nicht weniger mächtigen Kettenspeer. Im späteren Verlauf der Kampagne kannst Du frei zwischen beiden Waffen wählen, was für einige Endgame-Fähigkeiten sogar von Vorteil ist. Zunächst bist Du jedoch auf den Kettenspeer angewiesen, auch wenn es nicht sofort rund läuft. Je länger Du mit ihm spielst, desto mehr Fähigkeiten kannst Du jedoch freischalten. „Der DLC bietet eine Fülle an Möglichkeiten, mit denen das eigene Können zum Ausdruck gebracht werden kann. All das geschieht über den Speer. Es lohnt sich also, Zeit und Mühe in den Umgang mit ihm zu investieren.“
Mit dem Speer kannst Du auf mehrere Angriffsmodi zurückgreifen, die jeweils in unterschiedlichen Fertigkeitsbäumen organisiert sind. Du kannst mit ihm zustechen, ihn werfen oder ihn wie den Hammer aus dem DLC von Eternal schleudern, um damit zum Beispiel Rüstungen zu brechen oder tödliche Angriffe abzuwehren. „Hier gibt es jede Menge spannende Techniken zu entdecken“, sagt Martin.
Am spannendsten sind vielleicht die neuen Bewegungsoptionen, die der Kettenspeer bietet. Die Speerspitze lässt sich wie ein Enterhaken an einer Kette ausfahren – so kann der Slayer sich in Richtung der Gegner*innen ziehen oder durch die Umgebung wirbeln. Das Konzept baut auf dem „Meat Hook“-Aufsatz für die Super-Schrotflinte in DOOM Eternal auf. Die Bewegungssteuerung ist jedoch ausgefeilter und – was am wichtigsten ist – der Kettenspeer lässt sich mit jeder beliebigen Waffe in der rechten Hand kombinieren.



Neben dem Heranziehen kann der Kettenspeer auch zum Umkreisen genutzt werden: Dabei kreist Du in der Luft um die Gegner*innen herum – begrenzt durch den Radius der Kette – und feuerst wie ein wütender kleiner Mond auf sie ein. Martin verglich dieses Vorgehen mit dem Z-Targeting, an das vor allem ältere Spieler*innen vielleicht noch erinnern werden: Das innovative Kamera-Lock-on-System wurde damals für The Legend of Zelda: Ocarina of Time entwickelt und ist in Spielen wie Elden Ring inzwischen gang und gäbe. Im Kontext eines Ego-Shooters entfaltet es seine ganz eigene Wirkung.
All diese Fähigkeiten werden im Laufe der zehn bis zwölf Stunden, die man für das Durchspielen von Revelations benötigt, immer komplexer. Laut Martin ist das Spiel umfangreicher als die beiden DLCs von Eternal zusammen. Der Inhalt besteht zu etwa 60 Prozent aus der Kampagne und zu 40 Prozent aus dem Endgame, einschließlich eines weitläufigen Hubs, in dem Du zwischen den Leveln nach Geheimnissen suchen kannst – ähnlich wie bei einem Metroidvania-Spiel. Darunter befinden sich auch Level aus den ursprünglichen DOOM-Spielen, deren klassische Designs mit modernen Elementen und Effekten neu interpretiert wurden. Im Endgame durchläufst Du die Level der Kampagne erneut, diesmal mit zusätzlichen Herausforderungen und Rätseln, die Dich schließlich zu einem Über-Boss und anschließend zu Meisterarenen führen. Dort werden Deine Fähigkeiten einer ultimativen Prüfung unterzogen, bei der Du beweisen musst, dass Du jeden Teil des Slayer-Arsenals – einschließlich Schild und Speer – perfekt beherrschst. Alle vorhandenen Schwierigkeitsregler des Spiels sind ebenfalls erhalten geblieben, was bedeutet, dass der gesamte Inhalt des DLCs für Spieler*innen jedes Niveaus geeignet ist.


Der Kettenspeer klingt nach einer spannenden Ergänzung für das Arsenal von DOOM: The Dark Ages. Beim modernen DOOM dreht sich alles darum, wie die verschiedenen Kampfsysteme nahtlos ineinander übergehen und sich gegenseitig ergänzen – und der Kettenspeer verkörpert wirklich all das Wissen, das die Entwickler*innen in über einem Jahrzehnt unter diesem Leitgedanken gesammelt haben. Wir werden bald damit durch die Gegend sausen und Dämonen aufspießen, wenn DOOM: The Dark Ages Revelations am 7. Juli für Xbox Series X|S und Xbox auf dem PC als Xbox Play Anywhere-Titel erscheint.